Jüngere Geschichte und Restaurierung der Renaissancekirche Bristow

Die Bristower Renaissancekirche erlebte in ihrem jetzt über vierhundertjährigem Bestehen drei große Sanierungen bzw. Restaurierungen.

Bei der ersten Restaurierung 1856 wurde die Kirche mit Schiefer neu eingedeckt und der Kirchhof mit einer neuen erweiterten Mauer umgeben.

Die zweite Restaurierung fand 1876 unter der Leitung des Schweriner Hofbaumeisters Georg Daniel (1829 - 1913) statt. Dabei wurde der Westturm umgebaut und der ursprüngliche Haupteingang von der nördlichen Kirchenschiffseite dorthin verlegt. Außerdem erhielt die Kirche einen neuen Fußboden, neue Fenster und ein neues Gestühl sowie die Orgel.

1989 musste die Kirche wegen Einsturzgefahr baupolizeilich gesperrt werden. Die dritte und umfangreichste Sanierung fand dann in zwei Phasen in den Jahren von 1992-1997 und 1999-2000 statt.

Durch die großzügige Bewilligung von Fördermitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die sich bereits seit 1992 für den Erhalt und die Rekonstruktion der Bristower Kirche eingesetzt hat, konnten weitere Institutionen wie das Landesamt für Denkmalpflege (Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern) oder die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), sowie die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs dazu bewegt werden, das Ihre zum Gelingen dieses großen Gesamtvorhabens beizutragen.

Die Bonner Anwaltssozietät Redeker Sellner Dahs hat 1994 die Stiftung "Dorfkirche Bristow" ins Leben gerufen und unter die treuhänderische Verwaltung der DSD gestellt. Mit ihrer Hilfe soll die Kirche auch in Zukunft in ihrem Bestand gesichert werden. Ausserdem sind von hier ebenfalls Mittel in die Wiederherstellung von Bauwerk und Altar geflossen.

Aber auch viele Bürger und andere Unternehmen haben durch Spenden und andere Leistungen mit dazu beigetragen, dass die Renaissancekirche Bristow umfassend saniert und restauriert werden konnte. Beispielhaft nennen wir hier den verantwortlichen Architekten Ralf Gesatzky, der Denkmalpfleger der Bauabteilung des Oberkirchenrates in Schwerin, dessen enormem Einsatz wir viel zu verdanken haben und den Malermeister Jürgen Burgschat aus Gottin, der die Kugel des Kirchturms kostenlos vergoldete, sowie die vielen Bürger, die mit ihren vielen freigiebigen Spenden ebenfalls Verantwortung übernahmen und zur Erhaltung der Renaissancekirche beitrugen.

Zum vierhundertjährigen Bestehen am Reformationstag 1997 konnte das Gotteshaus in Anwesenheit vieler Gäste, darunter der damalige Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Berndt Seite und vieler Mitglieder der Familie von Bassewitz wieder eingeweiht werden.

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